Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Marijan Bobinac Studium der Germanistik, Italianistik und Theaterwissenschaft in Zagreb und Wien. Professor für deutsche Literatur an der Universität Zagreb. Forschungsgebiete: deutschsprachige Literatur 19.-21. Jh., Volkstheater, historische Dichtung; Habsburg postcolonial, komparatistische Untersuchungen zum kroatisch-deutschsprachigen Kulturtransfer. Buchpublikationen u. a.: Zwischen Übernahme und Ablehnung. Aufsätze zur Rezeption deutschsprachiger Dramatiker im kroatischen Theater, Wrocław – Dresden 2008; Gedächtnis – Identität – Differenz. Zur kulturellen Konstruktion des südosteuropäischen Raumes und ihrem deutschsprachigen Kontext (hg. mit W. Müller-Funk), Tübingen – Basel 2008; Uvod u romantizam, Zagreb 2012.

Silvija Borovnik ist ordentliche Professorin für die slowenische Literatur am Institut für Slawistik der Philosophischen Fakultät an der Universität in Maribor. Sie befasst sich mit der Geschichte der Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts, mit den slowenisch-deutschen, slowenisch- österreichischen, slowenisch-kroatischen und slowenisch-polnischen Literaturbeziehungen. In der letzten Zeit ist Ihr besonderes Interesse der Literatur zwei – und mehrsprachiger Autoren und Autorinnen, sowie auch der Literatur der Autoren/-innen mit dem Migrationshintergrund, gewidmet. Sie hat verschiedene wissenschaftliche Monographien und literarische Anthologien herausgegeben, darunter Pišejo ženske drugače? / Schreiben Frauen anders? (1995), Slovenska pripovedna proza 1945 – 2000/ Slowenische Prosa 1945 – 2000 (Hrsg. Jože Pogačnik in: Slovenska književnost III, 2001), Književne študije – o vlogi ženske v slovenski književnosti, o sodobni prozi in o slovenski književnosti v Avstriji, 2012/ Literarische Studien – über die Rolle der Autorinnen in der slowenischen Literatur, über die zeitgenössische slowenische Prosa und über die slowenische Literatur in Osterreich. Sie hat eine Auswahl der Kurzgeschichten von Prežihov Voranc mit dem Nachwort unter dem Titel Dekle z mandolino/ das Mädchen mit der Mandoline (2011) herausgegeben. Mit ihren Vorträgen gastierte sie an den Universitäten in Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn, Finnland, Kroatien, Serbien und Bosnien.

Andrei Corbea-Hoisie geb. 1951 in Iaşi (Rumänien), Studium der Germanistik, der Rumänistik und der Geschichte, Dr. phil. der Bukarester Universität, ehemaliger Alexander von Humboldt-Stipendiat, ord. Professor für Germanistik an der Alexandru-Ioan-Cuza-Universität Jassy (Rumänien) seit 1995, Inhaber des Blaise-Pascal-Forschungslehrstuhls der Fondation de l’Ecole Normale Supérieure Paris (1998-1999), ehem. Gastprofessor der Universitäten Paris 8, Siegen, Fribourg, Bukarest, der Ecole Pratique des Hautes Etudes (Sorbonne), Wien, Konstanz, Fellow des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften Wien 1993 und 2003, Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt. Autor zahlreicher Arbeiten im Bereich der deutschen Literatur des 19. und des 20. Jahrhunderts, der Literaturtheorie, der Ästhetik, der vergleichenden Literatur- und Kulturgeschichte. Im Mittelpunkt der Forschungen letzter Jahre befand sich die Sozial- und Kulturgeschichte Mitteleuropas.

Jozo Džambo, geb. 1949 in Matina/Maglaj, Bosnien-Herzegowina, Historiker, Essayist, Übersetzer. Studium der südosteuropäischen Geschichte, Slawistik und allgemeinen und vergleichenden Sprachwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Promotion im Fach Mittelalterliche Geschichte mit einer Arbeit über die Franziskaner im mittelalterlichen Bosnien. Tätigkeit am Bayerischen Nationalmuseum München und an einem DFG-Forschungsprojekt über Popularliteratur in Südosteuropa am Institut für deutsche und vergleichende Volkskunde an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1992 bis 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Adalbert Stifter Verein in München.

Steffen Höhne, Studium der Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Wiss. Angestellter (Germanistik) an der Heinrich-Heine-Universität (1987-1992). Von 1992-1996 Tätigkeit als DAAD-Lektor an der Karlsuniversität Prag (Katedra Germanistiky), danach Hochschulassistent an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Gastprofessuren in Oxford/Mississippi, Odense/Dk., Jyväskylä und Helsinki/Finnland, der Karlsuniversität und der AMU/Prag, der Universität Witten-Herdecke, der Leuphana Universität Lüneburg, der Université d’Evry Val d’Esonne/Paris, der Universität Montpellier 3 – Paul Valéry sowie der Universität Toulouse 2 – Jean Jaures. Habilitation über die deutsch-tschechischen Beziehungen im Zeitalter der Restauration. Seit dem Sommersemester 2000 ist Steffen Höhne Professor am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena und lehrt Kulturwissenschaft und -management. Leitung des Profils „Kulturstudien Ostmitteleuropas (Habsburgstudien)“ an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Derzeit Dekan der Fakultät III. Vorstandsmitglied des Collegium Carolinum, München und des Herder Forschungsrates, Marburg; Geschäftsführender Herausgeber der Brücken. Germanistisches Jahrbuch Tschechien – Slowakei und der Zts. für Kulturmanagement. Kunst, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Mitglied im Redaktionsbeirat der Bohemia. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Böhmischen Länder, der Austriaca. Cahiers universitaires d’information sur l’Autriche und der Etudes Germaniques. Herausgeber der Reihen Weimarer Studien zu Kulturpolitik und Kulturökonomie und Intellektuelles Prag im 19. und 20. Jahrhundert. Letzte Veröffentlichung: Höhne, Steffen/Ludewig, Anna-Dorothea/Schoeps, Julius (Hgg.): Max Brod. Die Erfindung des Prager Kreises. Köln, Weimar, Wien (Böhlau) 2016 (= Intellektuelles Prag im 19. und 20. Jahrhundert, 9). In Druck: Höhne, Steffen/Stašková, Alice (Hgg.): Kafka und die Musik. Köln, Weimar, Wien (Böhlau) 2016 (= Intellektuelles Prag im 19. und 20. Jahrhundert, 12)

Milan Horňáček, Studium der Germanistik und Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Palacký-Universität in Olmütz (1996-2002). Promotion dort 2010 (Dissertationsarbeit zur Sprachpolitik der konservativen Revolution). Seit 2008 Fachassistent am Lehrstuhl für Germanistik der Palacký-Universität, 2015/16 Lehrstuhlleiter, zur Zeit stellvertretender Lehrstuhlleiter. Mitglied der Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur. Forschungsschwerpunkte: konservative Revolution, Literatur und Politik, Literatur der Zwischenkriegszeit, Erster Weltkrieg, Kulturgeschichte der Führung.

Marcell Mártonffy, geboren 1955 in Budapest, Dozent für Literatur an der Andrássy Universität Budapest, Studiengang Mitteleuropäische Studien (seit 2002). 1973–1978 Studium der katholischen Theologie an der Theologischen Hochschule der Benediktinerabtei Pannonhalma, Ungarn; 1977–1982 Studium der Germanistik und der Hungarologie an der Eötvös-Loránd-Universität, Budapest; 2000 Promotion ebenda in Literaturwissenschaften; 1997–2007 wiss. Assistent an der Katholischen Péter-Pázmány-Universität, Budapest–Piliscsaba; seit 1992 Redakteur der Zeitschrift für Literatur und Kultur Műhely [Werkstatt], Győr (Raab); seit 1994 Hauptmitarbeiter, zwischen 2004 und 2016 Chefredakteur der Dialogzeitschrift für Theologie und Sozialwissenschaften Mérleg [Bilanz] (München–Budapest); Forschungen und zahlreiche Veröffentlichungen zur ungarischen Literatur (Schwerpunkt: Nachkriegszeit) und zur Beziehung von Literatur und Theologie.

Franziska Mayer, geb. 1971, Studium der Neueren deutschen Literatur, Musik- und Theaterwissenschaft in München; 2003 Promotion über Erzählstrategien im Werk Alexander Lernet-Holenias; 2006-2012 Assistentin am Institut für deutsche Philologie/Buchwissenschaft an der LMU; seit 2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Adalbert Stifter Vereins. Publikationen zur Narratologie, Buchsemiotik, zur (österreichischen) Literatur des Realismus und der Frühen Moderne, zuletzt Narrative Werkstätten. Doderers Erzählexperimente jenseits der Hauptwerke (In: Achim Hölter u.a. (Hrsg.): Doderer-Gespräche. Würzburg 2016); Zwischen Samtpeitsche und Rute: Flagellantismus in der Literatur der Frühen Moderne (In: Hans-Edwin Friedrich u.a. (Hrsg.): Pornographie in der deutschen Literatur. Texte, Themen, Institutionen. München 2016); Prager Autoren im Verlag Kurt Wolff (In: Ingeborg Fiala-Fürst (Hrsg.): Prager deutsche, deutschböhmische und deutschmährische Literatur. Eine Neubestimmung. Olomouc 2014).

Václav Petrbok, geboren 1972 in Rakovník. Seine Dissertation zum Thema der tschechisch-deutsch-österreichischen literarischen Beziehungen in der Frühen Neuzeit verteidigte er im Jahr 2004 (als Buch 2014). Seit 1997 ist er als Literaturwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für tschechische Literatur der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag tätig, unterrichtet extern am Institut für germanische Studien an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität. Er beschäftigt sich mit der deutschsprachig-tschechischen Kultur- und Literaturbeziehungen des 18.–20. Jahrhunderts (aktuell mit dem Thema der literarischen Mehrsprachigkeit und der kulturellen Vermittlung) und der Wissenschaftsgeschichte der Germanistik und Bohemistik in den böhmischen Ländern (die Anthologie der Studien über Arnošt Vilém/Ernst Wilhelm Kraus mit einleitender Studie, 2016). 2010–2011 war er als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung am Seminar für Slavistik der Universität Tübingen, erneute wissenschaftliche Aufenthalte und Vortragstätigkeit führten ihn auch erneut nach Wien, Freiburg, Konstanz, München, Regensburg und Saarbrücken. Neben seiner Tätigkeit im Wissenschaftsrat des Collegium Bohemicum in Ústí nad La-bem wirkt er auch als Mitglied der Deutsch-Tschechischer Historikerkommission.

Jurko Prochasko, geb. 1970 im ostgalizischen Iwano-Frankiws’k, Germanist, Übersetzer, Essayist, Publizist (Krytyka, Ji, Tygodnik Powszechny, Die Zeit, Kafka, La Repubblika, Falter, Frankfurter Rundschau, Volltext, Süddeutsche Zeitung) und Ausstellungskurator. Studierte Germanistik (1987 – 1992) und Psychologie (2004 – 2009) an der Universität Lemberg und absolvierte Ausbildung zum Gruppenanalytiker in Altaussee (Österreich, 1997 – 2007). Übersetzt aus dem Deutschen (u.a. J.W. Goethe, H. v. Kleist, R. Musil, J. Roth, F. Kafka, R.M. Rilke, H. v. Hofmannsthal), Polnischen (J. Wittlin, J. Iwaszkiewicz, L. Kołakowski) und Jiddischen (Deborah Vogel). Korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste (Dresden, seit Juni 2007). Friedrich-Gundolf-Preisträger für Vermittlung der deutschen Kultur im Ausland der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt, 2008). Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung Translatio 2008. Im akademischen Jahr 2011-12 fellow im Wissenschaftskolleg zu Berlin, 2013 Stipendiant der Stiftung Landis&Gyr (Zug, Schweiz), 2014-15 visiting fellow am Wiener Institut für die Wissenschaften vom Menschen. Redaktionsmitglied der Kiewer Monatsschrift „Krytyka“. Mitglied des Ukrainischen Zentrums des Internationalen PEN-Clubs. Jurko Prochasko lebt in Lemberg, wo er seit 1993 am dortigen Iwan-Franko-Institut der ukrainischen AW tätig ist sowie an der Iwan-Franko-Universität und dem von ihm mitbegründeten Psychoanalytischen Institut (2010) lehrt.

Petro Rychlo studierte Germanistik an der Staatlichen Universität Černivci/Czernowitz. Seit 1976 ist er am Lehrstuhl für fremdsprachige Literatur und Literaturtheorie der Nationalen Jurij-Fedkowicz-Universität Černivci tätig – zuerst als Assistent, später als Dozent und seit 2008 als Professor. Promotion über Aneignung literarischer Tradition in der Lyrik von Stephan Hermlin (1988), Habilitation über Paul Celans Dichtung als Intertext (2007). Literaturwissenschaftler, literarischer Übersetzer, Essayist. Mitglied der Assoziation ukrainischer Schriftsteller und des ukrainischen PEN-Clubs. 2000-2002 Gastprofessor für Ukrainistik am Institut für Slawistik der Universität Wien. Veröffentlichungen über deutsche und österreichische Autoren des 20. Jahrhunderts, deutsch-ukrainische Literaturbeziehungen und die deutschsprachige Literatur der Bukowina. Zahlreiche Übersetzungen deutscher, österreichischer und schweizerischer Autoren. Insgesamt publizierte Petro Rychlo als Übersetzer und Herausgeber zirka 30 Bücher, darunter Werke von Karl Emil Franzos, Georg Drozdowski, Robert Flinker, Jura Soyfer, Manés Sperber, Gregor von Rezzori, Rose Ausländer, Paul Celan, Alfred Gong, Selma Meerbaum-Eisinger, Karl Lubomirski, Josef Burg, Aharon Appelfeld, Reiner Kunze, Esther Kinski u. a. Er ist Autor von Monographien Poetik des Dialogs. Paul Celans Dichtung als Intertext (Černivci 2005, ukr.), Schibboleth. Jüdische Identitätssuche in der deutschsprachigen Dichtung der Bukowina (Černivci 2008, ukr., Krakau/Budapest 2012, polnisch), Übersetzer und Herausgeber von Anthologien Die verlorene Harfe: Eine Anthologie deutschsprachiger Lyrik aus der Bukowina. (Černivci 2002, zweisprachig: deutsch/ukr., zweite, erweiterte Auflage 2008), Europa erlesen: Czernowitz (Klagenfurt 2004), Literaturstadt Czernowitz (Černivci 2007, zweite Auflage 2010, deutsch und ukrainisch), Anthologie der zeitgenössischen österreichischen Lyrik (zusammen mit Mark Belorusez, Černivci 2016, deutsch/ukrainisch/russisch). Mitherausgeber und Mitautor von wissenschaftlichen Lexika und Monographien Lexikon der allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft (Černivci 2001, ukr.), Transitive Stoffe der Weltliteratur (Černivci 2004, ukr.) u. a. Petro Rychlo ist Leiter der Österreich-Bibliothek an der Universität Czernowitz, Mitbegründer und Mitgestalter des Internationalen poetischen Festivals „Meridian Czernowitz“. – Zurzeit übersetzerische und editorische Arbeit am Projekt der zweisprachigen (deutsch-ukrainischen) Ausgabe der Gesammelten Gedichte Paul Celans in 10 Bänden (bisher sind 6 Bände erschienen – Mohn und Gedächtnis, Von Schwelle zu Schwelle, Sprachgitter, Die Niemandsrose, Atemwende und Fadensonnen).

Olivia Spiridon, Studium der Germanistik, Rumänistik, Psychologie und Geschichte in Hermannstadt (Lizenziat), Passau (Magister) und Heidelberg (Staatsexamen). Promotion an der Universität Passau. Deutschlehrerin u.a. am Goethe Institut Mannheim/Heidelberg. Seit November 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen, Leiterin des Forschungsbereichs Literaturwissenschaft, Betreuerin der Schriftenreihe des Instituts und Lehrbeauftragte am Deutschen Seminar der Eberhard Karls Universität Tübingen. Forschungsschwerpunkte: Deutsche Literatur aus dem südöstlichen Europa, Rumäniendeutsche Literatur, Deutschsprachige Kalender aus dem Süden der Habsburgermonarchie, Migrationsliteratur, Die Donau in der Literatur. Monografie: Untersuchungen zur rumäniendeutschen Erzählliteratur der Nachkriegszeit. Oldenburg, Hamburg 3. Auflage 2010. Herausgeberschaften: Textfronten. Perspektiven auf den Ersten Weltkrieg im südöstlichen Europa. Stuttgart 2015. Deutsche Erzähler aus Rumänien nach 1945. Eine Prosa-Anthologie. Bukarest 2012. Scriitori germani din România de după 1945. O antologie de proză. Bukarest 2012. Gedächtnis der Literatur. Erinnerungskulturen in den südosteuropäischen Ländern nach 1989. Ludwigsburg 2010.

Daniela Strigl, geboren 1964 in Wien. Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Essayistin. (F.A.Z., Die Welt, Falter, Der Standard u.a.). 2003–2009, 2011–2014 Mitglied der Jury des Ingeborg Bachmann Preises (Klagenfurt). 2009 Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises sowie 2013–2015 des Preises der Leipziger Buchmesse. 2005 Scholar in Residence an der Rutgers University, NJ, seit 2007 Lehrtätigkeit am Institut für Germanistik der Universität Wien. Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik 2001, Max Kade Essaypreis 2007, Alfred Kerr Preis 2013. Berliner Preis für Literaturkritik 2015. Veröffentlichungen u. a.: »Wo niemand zuhaus ist, dort bin ich zuhaus.« Theodor Kramer – Heimatdichter und Sozialdemokrat zwischen den Fronten (1993); Frauen verstehen keinen Spaß (Hg., 2002). »Ich kannte den Mörder, wußte nur nicht, wer er war.« Zum Kriminalroman der Gegenwart (Mithg., 2004); Marlen Haushofer. »Wahrscheinlich bin ich verrückt …« – die Biographie (5. Aufl. 2016); Walter Buchebner: ich die eule von wien. Gedichte – Manifeste – Tagebücher (Hg., 2012). Der Dichter und sein Germanist. In memoriam Wendelin Schmidt-Dengler (Mithg., 2012). Richard Billinger – Heimat. Körper. Kunst (Mithg., 2014). Marie von Ebner-Eschenbach: Leseausgabe in vier Bänden (Mithg., 2014/2015). Sonderweg in Schwarzgelb? Auf der Suche nach einem österreichischen Naturalismus in der Literatur (Mithg., 2016). »Berühmtsein ist nichts«. Marie von Ebner-Eschenbach. Eine Biographie (2016).

Prof. Dr. Alois Woldan, geb. 1954 in Linz/Österreich, Studium der Theologie, Slawistik und Vgl. Literaturwissenschaft in Innsbruck und Woronesch (Rußland), österr. Lektor in Moskau und Wrocław, Habilitiation an der Universität Salzburg, Prof. für Ost-Mitteleuropa-Studien an der Universität Passau, seit 2005 Professor für Slawische Literaturen an der Universität Wien.
Publikationen: Der Österreich-Mythos in der polnischen Literatur (1996); Europa Erlesen: Lemberg (2008); Pogłosy. Aspekty twórczości Ewy Lipskiej (2011); Beiträge zu einer Galizienliteratur (2015).

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